Sensorbionik

Fragen der Monitorierung von physikalischen und chemischen Reizen, Ortung und Orientierung in der Umwelt gehören zu diesem Bereich. Das Problem, chemische Substanzen beispielsweise im Körper des Menschen (Stichwort: Zuckerkrankheit) oder bei großtechnischen Konvertern (Stichwort: Biotechnologie) zu monitorieren, wird immer wichtiger. Sensoren der Natur, die für alle nur denkbaren chemischen und physikalischen Reize ausgelegt sind, werden verstärkt nach Übertragungsmöglichkeiten für die Technik analysiert.

Fallbeispiel: Entfernungsmessung über Sonarimpulse. Aus Laufzeitdifferenzen oder der Dopplerverschiebung von Ultraschallsignalen (Abb. A) rechnen Fledermäuse die Entfernung von Umweltgegenständen, unter anderem auch von fliegenden Beuteinsekten, aus, wie in einer Vielzahl von Untersuchungen (z.B. Griffin 1958) belegt ist. Seitdem es geeignete integrierte Schaltkreise zur Datenverrechnung gibt, wird dieses "Fledermaus-Prinzip" verstärkt zur Entfernungslokalisation im alltäglich-technischen Bereich benutzt, beispielsweise zur Abstandsmessung zwischen Auto-Stoßstange und Parkmauer oder als Ersatz für den gewöhnlichen Zollstock (Entfernungspeilgerät; Abb. B).